Europameisterschaften

EM-Qualifikation Ruse: Starke Leistungen früh im Jahr

19.01.2026 09:18

Mit beeindruckender Frühform glänzten die deutschen Gewehrschützen beim Grand Prix in Ruse/SLO (16. bis 18. Januar), der zugleich als interne Qualifikation für die Druckluft-Europameisterschaft in Jeriwan/ARM (26. Februar bis 5. März) herangezogen wurde. Angeführt wird das Team von Maximilian Ulbrich (Wielenbach), der einen neuen deutschen Rekord schoss.

Foto: DSB / Folgendes Sextett schlägt Bundestrainer Wolfram Waibel zur EM-Teilnahme vor (v.l.): Maximilian Dallinger, Max Ohlenburger, Maximilian Ulbrich, Anna Janßen, Hannah Steffen-Dix, Hanna Bühlmeyer.
Foto: DSB / Folgendes Sextett schlägt Bundestrainer Wolfram Waibel zur EM-Teilnahme vor (v.l.): Maximilian Dallinger, Max Ohlenburger, Maximilian Ulbrich, Anna Janßen, Hannah Steffen-Dix, Hanna Bühlmeyer.

Nachdem er im ersten 60-Schuss-Programm bereits 634,9 Ringe geschossen hatte, steigerte sich Ulbrich im zweiten auf 635,7 Ringe – absolute Weltklasse und neuer deutscher Rekord. Auch die anderen Schützen zeigten starke Leistungen: Max Ohlenburger (Schnitt von 632,6) und Weltmeister Maximilian Dallinger (Schnitt von 632,1) belegten in der internen EM-Qualifikation die Plätze zwei und drei und werden von Bundestrainer Wolfram Waibel für die EM-Nominierung vorgeschlagen. Daniel Bühlmeyer (629,4) und Bernd Fischer (622,6) mussten sich geschlagen geben.

Bei den Frauen war Hanna Bühlmeyer in beiden Programmen beste Schützin (632,1 im Schnitt) und setzte sich vor Anna Janßen (630,3) und Hannah Steffen Dix (628,3) durch. Lea Ruppel (628,0) und Nele Stark (627,5) mussten sich knapp geschlagen geben. Wie bei den Männern werden auch bei den Frauen die drei Erstplatzierten für die EM-Nominierung vorgeschlagen. Über den Vorschlag stimmt der Bundesausschuss Spitzensport final ab.

Waibel war von seinen Athleten angetan: „Ich bin sehr zufrieden mit den gezeigten Leistungen. Es war wirklich sehr knapp und unsere Ersatzschützen haben sich ebenfalls gut geschlagen. Der H&N Cup und die EM können kommen.“

Foto: GP Ruse / Zeigte sich in beeindruckender Frühform: Maximilian Ulbrich schoss einen neuen deutschen Rekord.
Foto: GP Ruse / Zeigte sich in beeindruckender Frühform: Maximilian Ulbrich schoss einen neuen deutschen Rekord.

Zumal sich die DSB-Athleten auch im Vergleich mit der internationalen Konkurrenz hervorragend schlugen: Im Mixed siegten Hanna Bühlmeyer & Maxi Ulbrich (502,7 Ringe) gegen Anna Janßen & Maximilian Dallinger (501,8), im Männer-Einzel gab es durch Ulbrich (252,7) und Dallinger (251,5) ebenfalls einen deutschen Doppelsieg, und im Frauen-Einzel sicherte sich Bühlmeyer (230,2) hinter der siegreichen Koreanin Eunji Kwon und der Israelin Olga Tashtchiev die Bronzemedaille.

Maximilian Dallinger sprach in seiner Bewertung der Ergebnisse für alle DSB-Teilnehmer in Ruse: „Cool, dass wir geschlossen Spitzenleistungen gezeigt haben. Das macht eine große Vorfreude auf die kommenden Wettkämpfe. Herausragend war natürlich der neue deutsche Rekord durch Maxi Ulbrich. Immer ein bisschen besser, immer ein bisschen mehr, so kann es weitergehen!“

Und es geht nahtlos weiter mit dem H&N Cup in Garching-Hochbrück (21. bis 25. Januar), wenn neben den Gewehrschützen auch die Pistolenathleten bei Erwachsenen und Junioren am Start sind und sich mit der internationalen Spitze messen. Dabei geht es bei den Luftpistolen-Schützen um die Olympia-Teilnehmer Christian Reitz, Robin Walter und Doreen Vennekamp auch um die EM-Qualifikation.

Folgende DSB-Schützen waren in Ruse
Daniel Bühlmeyer (Weiltingen), Maximilian Dallinger (Freising), Bernd Fischer (Ulm), Max Ohlenburger (Idstein), Maximilian Ulbrich (Wielenbach), Hanna Bühlmeyer (Weiltingen), Anna Janßen (Freising), Lea Ruppel (Herbstein), Nele Stark (Güglingen), Hannah Steffen-Dix (Ohlweiler)

Weiterführende Links