International
H&N Cup München: Schwald gewinnt Silber, Koenders Bronze
Michael Schwald hatte zum Auftakt des H&N Cups aus deutscher Sicht das dickste Grinsen im Gesicht: Der Luftpistolen-Schütze gewann die Silbermedaille und musste sich nur dem Tschechen Jindrich Dubovy geschlagen geben. Auch David Koenders belohnte sich nach einer hervorragenden Leistung mit einer Bronzemedaille, weitere Finalteilnahmen gelangen Maximilian Dallinger (5. Platz), Paul Fröhlich (6. Platz), Max Ohlenburger und Hanna Bühlmeyer (beide 8. Platz).

Silber war für Schwald ein großer Erfolg („Das müsste meine erste H&N Medaille sein, von daher mega!“), noch wichtiger war aber wohl das Qualifikationsergebnis von 584 Ringen. Denn dieses fließt in die interne EM-Qualifikation ein, in der Schwald nun als Führender in das zweite 60-Schuss-Programm geht: „Es war ein schwieriger Wettkampf und sicher kein Selbstläufer. Das harte Training hat sich bezahlt gemacht, ich bin super zufrieden mit dem Ergebnis. Ich war recht aufgeregt. Morgen nochmal, ich starte mit einem guten Polster in die EM-Quali - also alles richtig gemacht bisher!“ Auch Paul Fröhlich konnte zufrieden sein, denn der Hitzhofener zog mit 580 Ringen ebenfalls in das Finale der besten Acht ein und wurde dort Sechster. Dagegen verpassten die beiden favorisierten Olympiafinalteilnehmer in Paris 2024, Christian Reitz und Robin Walter (jeweils 579), das Finale und liegen in der EM-Qualifikation knapp zurück. Keine Rolle spielt in dieser Andreas Köppl, der mit 564 bereits abgeschlagen ist.
Bei den Frauen spricht nach dem ersten von zwei Qualifikations-Wettkämpfen Vieles für das Trio Michelle Skeries (572), Maxi Vogt und Svenja Berge (je 570). Damit verfehlten sie zwar allesamt das Finale (Finaleingang waren 573 Ringe), liegen aber vor Susanne Neisinger (566) und Doreen Vennekamp (556), die nach ordentlichem Start abbaute.
Im ersten von zwei Luftgewehr-Wettkämpfen beim H&N Cup zeigten die DSB-Männer eine hervorragende Teamleistung: Mit Max Ohlenburger, David Koenders und Weltmeister Maximilian Dallinger zogen gleich drei deutsche Schützen ins Finale. Und das völlig zu Recht, denn die Leistungen waren beeindruckend: 634,9 (Ohlenburger), 632, 9 (Koenders) und 632,5 (Dallinger) sind absolute Weltklasse und bedeuteten die Plätze zwei, fünf und sechs. Koenders war im Finale der Einzige aus dem DSB-Trio, der diese Leistung in das Finale übertrug und dort nach sehr guter Leistung mit Bronze hinter Zalan Pekler/HUN und Peter Gorsa/CRO belohnt wurde. „Der Wettkampf war super. Der Vorkampf war international gesehen Bestleistung von mir. Im Finale haben ich sehr stark angeschossen, und ich bin mit dem Ergebnis und dem Platz natürlich sehr zufrieden. Nach der verkorksten EM-Qualifikation im Dezember habe ich viel verändert – das hat viel gebracht. Unter Anspannung habe ich weniger Bewegung, und der Puls überträgt sich nicht so stark auf das Gewehr, wie es vorher der Fall war.“ Dallinger wurde Fünfter, nachdem er im Shootoff dem späteren Sieger unterlag, Ohlenburger Achter. Dagegen blieben Maximilian Ulbrich (630,3, 16. Platz) und Daniel Bühlmeyer (627,2, 46. Platz) etwas hinter den eigenen Erwartungen zurück.
Die Frauen hatten mit dem Luftgewehr vorgelegt, und vor allem Hanna Bühlmeyer zeigte sich in guter Verfassung: Mit 632,8 Ringen zog sie als Sechste der Qualifikation in das Finale ein. Dort fand sie jedoch keinen Rhythmus und schied als Achte aus. Anna Janßen (630,5) als 14., Lea Ruppel (627,8) als 43. und Hannah Steffen-Dix (627,1) als 50. scheiterten bei dem Vorhaben, in den Kampf um die Medaillen einzugreifen.
