Europameisterschaften

Druckluft-EM Tallinn: Der Nachwuchs legt vor

02.03.2023 16:00

Am Sonntag, 5. März, beginnt für die besten deutschen Luftgewehr- und Luftpistolen-Nachwuchsschützen das „Abenteuer“ Druckluft-Europameisterschaft in Tallinn/EST (7.-12. März). Denn die europäische Nachwuchs-Elite legt bei der EM vor, ehe ab dem 10. März die Wettkämpfe der Erwachsenen beginnen.

Foto: DSB / Die Luftpistolen-Junioren von Bundestrainerin Jördis Grabe (ganz links) wollen bei der EM in Tallinn jubeln.
Foto: DSB / Die Luftpistolen-Junioren von Bundestrainerin Jördis Grabe (ganz links) wollen bei der EM in Tallinn jubeln.

Sowohl die Luftgewehr- als auch die Luftpistolen-Sportler bereiteten sich zuletzt am Bundesstützpunkt in Wiesbaden vor. Und beide Teams setzen sich aus „erfahrenen“ EM-Teilnehmern und „Novizen“ zusammen, die das erste Mal eine Druckluft-EM schießen: „Das ist für Junioren-Team ein üblicher Mix“, berichtet Gewehr-Bundestrainerin Claudia Kulla aus ihrem reichen Erfahrungsschatz. Sie hat mit Nils Palberg und Michelle Blos zwei Aktive dabei, die im vergangenen Jahr in Hamar ihre EM-Feuertaufe mit dem Luftgewehr erlebten und in den Teams Gold bzw. Bronze gewannen. Dazu kommen Anna-Marie Beutler, Hannah Wehren, Florian Beer und Justus Ott. Dementsprechend schwierig einzuschätzen ist es, wie die Aussichten sind, wobei Kulla darauf auch nicht ihr Hauptaugenmerk legt: „Natürlich wollen wir uns für Finals und mehr anbieten. Das ist keine Frage. Aber das vergegenwärtigen wir uns nicht ständig. Wir beschäftigen uns eher mit dem technischen Ablauf. Die Lust an der Herausforderung ist vielleicht der Motor, aber die sachliche Fokussierung auf individuelle technische Details sitzt am Steuer. Nur so geht es. Erstmal tun, dann sehen wir weiter!“

Die Lust an der Herausforderung ist vielleicht der Motor, aber die sachliche Fokussierung auf individuelle technische Details sitzt am Steuer!

Gewehr-Nachwuchsbundestrainerin und "Fahrlehrerin" Claudia Kulla umschreibt die Hauptaufgabe bei der EM

Foto: DSB / Das Luftgewehr-Nachwuchsteam von Bundestrainerin Claudia Kulla (ganz rechts) will sich auf die Technik fokussieren und gucken, was dann dabei herauskommt.
Foto: DSB / Das Luftgewehr-Nachwuchsteam von Bundestrainerin Claudia Kulla (ganz rechts) will sich auf die Technik fokussieren und gucken, was dann dabei herauskommt.

Im Luftpistolenbereich sieht es ganz ähnlich aus: Zwar sind gar alle sechs von Bundestrainerin Jördis Grabe nominierten Athleten noch ohne jeglichen Einsatz bei einer Druckluft-EM, mit Andreas Köppl und Lydia Vetter sind jedoch zwei Schützen dabei, die im vergangenen Jahr bei der WM in Kairo wichtige internationale Erfahrung sammelten. Grabe sieht ihr Sextett gut aufgestellt: „Die Vorbereitung ist sehr gut gelaufen, die unmittelbare Wettkampfvorbereitung in Wiesbaden war nochmals sehr gut und alle Sechs sind fit. Die formulierten Trainingsaufgaben wurden umgesetzt.“ Neben den beiden WM-Teilnehmern stehen mit Maxi Vogt, Johanna Blenck, Noah Mauler und Lukasz Gorka vier weitere ambitionierte Jung-Schützen in den Startlöchern, das Duo Mauler & Vogt hatte die EM-Qualifikation gewonnen (Mauler lag nur hinter dem schulisch verhinderten Eduard Baumeister), „daher bilden beide absolut berechtigt das zweite Mixed-Team neben Köppl & Vetter“, so Grabe, die abschließende meint: „Zum 20. Geburtstag von Andy Köppl geht es am 10. März zurück – vielleicht auch mit der ein oder anderen Top-Platzierung und evt. auch Medaille.“

Das deutsche EM-Team

Luftgewehr: Anna Janssen (Freising), Vanessa Gleißner (Wilhermsdorf), Larissa Weindorf (Mannheim), Maximilian Dallinger (Freising), Maximilian Ulbrich (Wielenbach), David Koenders (Mossautal)
Junioren: Michelle Blos (Solingen), Anna-Marie Beutler (Breisach am Rhein), Hannah Wehren (Uedem), Nils Palberg (Holzwickede), Florian Beer (Mähring), Justus Ott (Ansbach)

Luftpistole: Sandra Reitz (Regensburg), Doreen Vennekamp (Steinbach), Carina Wimmer (Niedertaufkirchen), Paul Fröhlich (Hitzhofen), Michael Schwald (Lörrach), Robin Walter (Reichenbach)
Junioren: Maxi Vogt (Schöllkrippen), Lydia Vetter (Dresden), Johanna Blenck (Frankfurt/Oder), Andy Köppl (Lampenricht), Noah Mauler (Suhl), Lukasz Gorka (Wiesbaden)

Betreuer: Achim Veelmann, Claudia Verdicchio-Krause, Claudia Kulla, Jördis Grabe, Wolfram Waibel, Gaby Bühlmann, Thomas Zerbach, Theo Hadrath, Rainer Bauer, Sandra Hof, Hanne Aslanidis, Michel Gomez-Krämer

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