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DSB-Vertreter empfangen CDU-Abgeordnete

14.09.2023 12:15

Am Mittwoch, 13. September, empfingen DSB-Vizepräsident Recht Walter Wolpert und DSB-Bundesgeschäftsführer Jörg Brokamp mit Hessens Innenminister Peter Beuth sowie den Bundestagsabgeordneten Marc Henrichmann und Ingmar Jung ein hochkarätiges CDU-Trio in der DSB-Geschäftsstelle, um aktuelle Themen zu besprechen.

Foto: DSB / Kamen in Wiesbaden zu einem Gespräch zusammen, v.l.: Ingmar Jung, Marc Henrichmann, Peter Beuth, Walter Wolpert und Jörg Brokamp.
Foto: DSB / Kamen in Wiesbaden zu einem Gespräch zusammen, v.l.: Ingmar Jung, Marc Henrichmann, Peter Beuth, Walter Wolpert und Jörg Brokamp.

Und Themen gibt es genügend. Natürlich die Diskussionen um das Waffenrecht, bei denen sich die Gesprächsteilnehmer einig waren: Sinnvollen Veränderungen, idealerweise Verbesserungen des Waffenrechts, verschließen sich weder der Deutsche Schützenbund noch die CDU. Marc Henrichmann, Berichterstatter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für das Waffenrecht und Mitglied im Innenausschuss des Deutschen Bundestages, sagt mit Blick auf die zuletzt bekannt gewordenen Pläne des BMI: „Waffenrechtsänderungen müssen zu einem tatsächlichen Mehr an Sicherheit führen. Extremisten und Reichsbürger müssen effektiv entwaffnet werden oder dürfen erst gar nicht in den Besitz einer Waffe kommen. Dem werden die bislang von Bundesinnenministerin Faeser gemachten Vorschläge leider in keiner Weise gerecht. Zugleich brauchen wir schlanke Verfahren, die eine zügige und unbürokratische Bearbeitung ermöglichen. Damit sich Sportschützen und Jäger auf das konzentrieren können, was ihnen am Herzen liegt. Sie tragen durch Sportsgeist, Gemeinschaftssinn sowie Traditions- und Kulturpflege zum Zusammenhalt unserer Gesellschaft bei.“

Waffenrechtsänderungen müssen zu einem tatsächlichen Mehr an Sicherheit führen!

Marc Henrichmann

Auch dem Thema „Blei im Schießsport“ nahm sich die Runde an, und auch bei diesem forderten sie die Ausrichtung an Sachargumenten: Der Schutz der Umwelt ist ein wichtiges Ziel, muss jedoch mit Augenmaß und Sinnhaftigkeit angewendet werden, damit die Umwelt vor schädlichen Einflüssen geschützt, Sportschützen (und Jäger) jedoch gleichzeitig weiterhin ihrem Hobby nachgehen können. In diesem Zusammenhang hätten sich die deutschen Schießstandrichtlinien sowie die Bestimmungen der DIN 19740 Teil 1 und 2 („Umweltrelevante Anforderungen für den Bau ziviler Schießstände“), die sicherstellen, dass es zu keinem nennenswerten Bleieintrag in die Umwelt kommt, bewährt.

Dass die DSB-Bogen- und Kugelschützen kürzlich bei den Weltmeisterschaften in Berlin und Baku/AZE mit herausragenden Leistungen, dem Gewinn von Medaillen und olympischen Quotenplätzen glänzten, wurde einhellig begrüßt und wohlwollend zur Kenntnis genommen. Damit die deutschen Athleten auch weiterhin in naher und ferner Zukunft in der Weltklasse vertreten sind, waren sich Sportfunktionäre und Politiker einig, dass die zuletzt kommunizierten und angedachten Kürzungen in der Leistungssportförderung kontraproduktiv, demotivierend und ein verheerendes Signal nach innen und außen seien. „Der Vorbild-Charakter unserer Spitzensportler ist ein wichtiges Pfund, um junge Menschen an der Basis für den Sport zu begeistern. Und erfolgreiche Sportler und Sportarten sind nun einmal gefragter als solche, die keine Erfolge vorweisen können. Deshalb ist es eminent wichtig, den Leistungssport gerade im anstehenden olympischen Jahr 2024 weiterhin in einer Größenordnung wie bisher zu fördern“, so Brokamp.

Der Vorbild-Charakter unserer Spitzensportler ist ein wichtiges Pfund, um junge Menschen an der Basis für den Sport zu begeistern!

Jörg Brokamp

Walter Wolpert bedankte sich bei den Gesprächspartnern: „Das war ein sehr guter Austausch. Es ist wichtig, mit der Politik im Gespräch zu sein und gemeinsam über elementare Themen für den DSB und unsere Mitglieder zu sprechen, damit der Schießsport auch zukünftig ein anerkannter Sport in Deutschland bleibt, der ohne zusätzliche Auflagen betrieben werden kann.“