Deutsches Schützenmuseum

Mittelalter: Schützen schützen die Städte

Erdgeschoss - Von der Steinzeit bis zum Vogelschießen

Der größte Raum des Erdgeschosses im Deutschen Schützenmuseum ist dem mittelalterlichen Schützenwesen gewidmet, das seinen Ursprung im Schutzbedürfnis der Städte hat. Ein wandfüllendes mittelalterliches Stadtpanorama, eine mit großen Steinquadern angedeutete Stadtmauer, die Waffen der Stadtverteidiger und entsprechende Erläuterungen verdeutlichen die Zugehörigkeit der Schützen und ihrer Gesellschaften zur städtischen Wehrverfassung seit dem 14. Jahrhundert. Originale Kernstücke dieser Inszenierung sind eine schwere Hakenbüchse aus der Wende des 15. zum 16. Jahrhundert und eine große Armbrust aus der gleichen Zeit.

Reichsstadt Biberach, 1540
Reichsstadt Biberach, 1540

Links und rechts hängen zwei Schützenscheiben aus dem Jahr 1720 der Kronacher Schützengesellschaft. Eine dieser Dauerleihgaben, der sogenannte „Rote Mann“, ist eine der kuriosesten und berühmtesten Scheiben überhaupt.

Ladbrief Cronberg, 1398
Schützenordnung Duderstadt, 1434
Ladbrief Pforzheim, 1551

Auf der gegenüberliegenden Seite werden in einer Vitrine und auf Wandtafeln verschiedene Aspekte des mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Schützenvereinswesens erklärt und anschaulich gemacht: Aachener Karlsschützengilde vor 1198 als ältester Verein, Statuten, Ladbriefe und originale Schießordnungen von 1554 und 1606, Bedeutung der Schützengesellschaften für die Entstehung der bürgerlichen Festkultur.

Links und rechts hängen zwei Schützenscheiben aus dem Jahr 1720 der Kronacher Schützengesellschaft. Eine dieser Dauerleihgaben, der sogenannte „Rote Mann“, ist eine der kuriosesten und berühmtesten Scheiben überhaupt.

Armbrust um 1450
Hakenbüchse um 1500
Tannenbergbüchse vor 1399