Weltmeisterschaften

Bogen-WM Berlin: Die „heiße“ Phase beginnt

11.07.2023 08:43

Bei Die Finals Rhein-Ruhr in Düsseldorf nahmen acht der zwölf DSB-Athleten teil, die bei der Bogen-WM in Berlin (31. Juli bis 6. August) die deutschen Farben vertreten werden. Drei Wochen bleiben den Schützen von Bundestrainer Oliver Haidn noch, um sich und das Material in Form zu bringen. Tickets für das Final-Wochenende gibt es auf der WM-Seite www.wm-bogen.de

Foto: Lisa Haensch / Das WM-Compoundteam zeigt es an: Es ist nicht mehr lang bis zur WM in Berlin.
Foto: Lisa Haensch / Das WM-Compoundteam zeigt es an: Es ist nicht mehr lang bis zur WM in Berlin.

Erholung und Freizeit? Keine Spur! „Keine Pause, los geht´s. Man spürt es schon ein bisschen in den Knochen, vielleicht machen wir morgen einen freien Tag, aber der Fokus ist schon voll auf der WM, und es sind ja nur noch drei Wochen“, sagte Charline Schwarz unmittelbar nach dem Mixed-Titel an der Seite von Florian Unruh. In der Tat, viel freie Zeit gönnt der Bundestrainer seinen Athleten nicht, in einem Sport, in dem es auch um Umfänge und Wiederholungszahlen geht: „Diese Woche geht es ins Heimtraining, dort wird an den Stützpunkten trainiert. Ab dem 17. Juli sind wir mit der WM-Mannschaft und dem -Betreuerstab auf dem Maifeld. Erst danach gibt es ein entspanntes Wochenende, ehe eine Woche Training an den Stützpunkten die Vorbereitung abschließt und wir am 30. Juli wieder nach Berlin kommen“, umschreibt Haidn die nächsten Wochen und Tage.

Um eine erfolgreiche WM schießen zu können, müssen die Athleten top „in Schuss“ sein, aber natürlich auch das Material. Dieses wird beständig überprüft, wie Haidn erklärt: „Die Tage in Düsseldorf haben wir genutzt, um das Material zu prüfen. Auch in den nächsten Tagen und auf dem Maifeld wird das Material noch einmal final geprüft, danach sollte jeder gut gewappnet sein.“

Lisa Unruh, Deutschlands erfolgreichste Bogenschützin, die im vergangenen Jahr ihr internationales Karriere-Ende erklärt hat, erläutert die Bedeutung des Tunings der Sportgeräte. „Im Spitzensport kommt es auf jede "Stellschraube" an. Vor allem im Bogensport ist es nicht nur wichtig, seine körperlichen und geistigen Fähigkeiten zu schulen, sondern auch dafür zu sorgen, dass das Material stimmt. Die Nationalmannschaft führt mindestens einmal im Jahr einen großen Tuning-Lehrgang durch, damit das Material am Anfang einer jeden Saison perfekt eingestellt wird und der Sportler sich bestmöglich auf die Wettkämpfe konzentrieren kann. Aber das Tuning ist niemals abgeschlossen! Das Material, z.B. die Wurfarme, kann über die Dauer an Kraft verlieren und so kommt es, dass man regelmäßig sein Material checkt und ggf. auch nachjustiert. Vor Großereignissen wie eine WM wird ca. zwei Wochen vorher nochmals geprüft, ob der Pfeil geradeaus fliegt und das Material immer noch zum Schießen des jeweiligen Sportlers passt, denn auch das verändert sich mit der Zeit, wenn man an seiner Technik mal etwas verändert hat.“

Foto: Lisa Haensch / Das WM-Recurveteam kommt am 17. Juli zum Vorbereitungslehrgang auf das Maifeld.
Foto: Lisa Haensch / Das WM-Recurveteam kommt am 17. Juli zum Vorbereitungslehrgang auf das Maifeld.

Bei der WM bekommt es das deutsche WM-Dutzend mit 521 Kontrahenten aus 79 Nationen zu tun. Das ist nach dem Meldeschluss am 10. Juli klar. Dabei kommen die Sportler aus A wie Afghanistan bis Z wie Zypern. 

Das deutsche WM-Team in Berlin

Recurve: Katharina Bauer (Raubling), Michelle Kroppen (Berlin), Charline Schwarz (Feucht), Florian Unruh (Berlin), Moritz Wieser (Trostberg), Maximilian Weckmüller (Berlin)

Compound: Julia Böhnke (Sigmaringen), Katharina Raab (Wertach), Jennifer Walter (Weil im Schönbuch), Florian Grafmans (Kleinlangheim), Sebastian Hamdorf (Bad Segeberg), Leon Hollas (Dresden)

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