Bundesliga

Bundesliga Schießsport: Die Luftpistolen-Vereine geben ihr Comeback

12.10.2021 13:30

Eine Woche nach dem Auftakt der Luftgewehr-Bundesliga folgen am 16./17. Oktober die Schützenkollegen mit der Luftpistole. Gastgeber des ersten von sechs Vorrunden-Wochenenden sind die Sp. Sch. Fahrdorf und die SpSch Raesfeld im Norden sowie die SSG Dynamit Fürth und die HSG München im Süden.

Foto: DSB / Drei Schützen, die in der Saison 2021/22 für drei ambitionierte Vereine antreten (v.l.): Jonathan Mader für Hannover, Monika Karsch für Kelheim-Gmünd und Patrick Meyer für Weil am Rhein.
Foto: DSB / Drei Schützen, die in der Saison 2021/22 für drei ambitionierte Vereine antreten (v.l.): Jonathan Mader für Hannover, Monika Karsch für Kelheim-Gmünd und Patrick Meyer für Weil am Rhein.

Wie auch die Luftgewehr-Vereine hatten natürlich auch die „Pistoleros“ mit der Corona-Pandemie zu kämpfen. Und so beschränkten sich die Trainingsinhalte oftmals auf Trocken- und Einzeltraining, Videokonferenzen oder zumindest Fernwettkämpfe.

Zudem galt und gilt es, Neuzugänge zu integrieren und ein intaktes Mannschaftsgefüge herzustellen. Beispielsweise der SV Falke Dasbach, der zwei Neuzugänge und Neu-Trainer Alexander Gangluff sowie zwei Abgänge zu verzeichnen hat. Oder – noch krasser – der SV GK Hannover. Nicht nur der Vereinsname wurde angepasst, sondern die komplette Mannschaft umgekrempelt: Gleich vier Schützen stießen vom aufgelösten Titelverteidiger SG Braunschweig zum Team, Vannessa Seeger, Jonathan Mader, Michael Bitter und Saurabh Chaudhary (IND). Zudem kamen mit Jan-Luca Karstedt (Bremerhaven) und Christian Brabender (Raesfeld) zwei weitere Top-Schützen zu den „Roten“. D.h., der Aufsteiger ist kein „normaler“ Aufsteiger, sondern vielmehr ein Titelkandidat. Und so sagt auch Trainer Philip Bernhard selbstbewusst: „Wer den Titel will, muss uns erst schlagen. Wir wollen ins Finale und dort um die Medaillen mitkämpfen.“

Wer den Titel will, muss uns erst schlagen!

Philip Bernhard, Trainer von Bundesliga-Neuling SV GK Hannover

Aber es gibt natürlich genügend Konkurrenten, die dem aufstrebenden Klub aus der niedersächsischen Landeshauptstadt entgegentreten wollen. Natürlich ist der SV Kriftel um den deutschen Pistolen-Star Christian Reitz zu nennen, aber vor allem auch die Süd-Vereine wie der SV Kelheim-Gmünd, die SGi Ludwigsburg, die HSG München oder der SV Waldkirch. Letztgenannter Verein ist besonders motiviert und „schielt mit einem Auge immer auf das Finale in Ulm, da wir auch Ausrichter des Finals sind und es sehr schön wäre, nicht nur als Helfer, sondern als teilnehmende Mannschaft dabei zu sein“, so Sebastian Kugelmann, Schütze und Teammanager in einem.

Ein Augenmerk muss sicherlich auch dem ESV Weil am Rhein gelten, denn mit Oleg Omelchuk sicherte sich der Klub die Dienste eines weiteren Ex-Braunschweigers, der seit Jahren in der Bundesliga glänzt. Und mit Schützen wie Michael Schwald, Kevin Venta oder Patrick Meyer (ebenfalls aus Braunschweig kommend) hat der Verein weitere Schützen im Team, die auf alle Fälle für einen Schnitt über 380 Ringe gut sind.

Es gibt – wie vor jeder Saison, aber dieses Mal wahrscheinlich noch mehr – viele Unbekannte, aber eines bleibt gleich, wie Kathrin Hochmuth, die Teambetreuerin der SGi Ludwigsburg, meint und mit Michael Jordan eine der größten Sportlegenden zitiert: „Talent gewinnt Spiele, aber Teamwork und Intelligenz gewinnt Meisterschaften!“

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