Europameisterschaften

Top-Events 2022 München: DSB und BSSB richten Bogen-EM und Para-Weltcup aus

18.11.2021 10:16

Im nächsten Jahr heißt es 50 Jahre Olympia-Schießanlage Garching-Hochbrück! Deshalb begeht der DSB gemeinsam mit dem Bayerischen Sportschützenbund dieses Jubiläum mit der Ausrichtung zweier Top-Events: Zum einen mit der Bogen-Europameisterschaft (6. bis 13. Juni), zum anderen mit einem Para-Weltcup Sportschießen (12. bis 20. Juli).

Foto: DSB / Der Blick von Michelle Kroppen, Charline Schwarz, Lisa und Florian Unruh sowie der weiteren DSB-Asse geht bereits Richtung Heim-EM München.
Foto: DSB / Der Blick von Michelle Kroppen, Charline Schwarz, Lisa und Florian Unruh sowie der weiteren DSB-Asse geht bereits Richtung Heim-EM München.

Wie feiert man große Ereignisse? Richtig, man verteilt Geschenke! Und deshalb können sich die Fans des Bogen- und Schießsports über zwei tolle Veranstaltungen im nächsten Sommer freuen. Zunächst gastieren die besten europäischen Recurve- und Compound-Bogenschützen in München, um die kontinentalen Meister zu ermitteln. Was das bedeutet, verdeutlicht allein der Blick auf die zurückliegenden Olympischen Spiele in Tokio. Mit dem Türken Mete Gazoz und dem Italiener Mauro Nespoli standen zwei Europäer im Finale. Und bei den Frauen gingen Silber (Elena Osipova/RUS) und Bronze (Lucilla Boari/ITA) ebenfalls an zwei Bogenschützinnen vom alten Kontinent. Und natürlich ist allen deutschen Bogenfans der Gewinn der bronzenen Teammedaille durch Michelle Kroppen, Charline Schwarz und Lisa Unruh immer noch allgegenwärtig.

Das Gastgeber-Land zu vertreten, macht einen gleich nochmal stolzer!

Katharina Bauer über den Anreiz bei der EM in München dabei zu sein

Foto: WSPS / Paralympics-Siegerin Natascha Hiltrop will natürlich auch beim Heimspiel in München ihre Klasse zeigen.
Foto: WSPS / Paralympics-Siegerin Natascha Hiltrop will natürlich auch beim Heimspiel in München ihre Klasse zeigen.

Erste Erwachsenen-EM im Freien in Deutschland
Die Qualifikation der Bogen-EM, der ersten Erwachsenen-EM im Freien auf deutschem Boden überhaupt (1998 fand eine Hallen-EM in Oldenburg und 2010 eine Junioren-EM in Winnenden statt), wird auf der Olympiaschießanlage in München-Garching ausgetragen. Das Finale findet dann auf der Theresienwiese statt und damit exakt dort, wo wenige Monate später Millionen Menschen die „Wies´n“ feiern wollen. Katharina Bauer, DM-Dritte 2021 und in Raubling und somit keine 100 Kilometer von München wohnhaft, freut sich auf die Heim-EM: „Mein großes Ziel im kommenden Jahr ist auf jeden Fall die EM in München. Das wäre für mich ja quasi eine EM „dahoam“. Ich kenne den Platz und die Örtlichkeiten, seitdem ich mit dem Bogensport angefangen habe. Deswegen kenne ich alle Tücken, die der Schießplatz in München/Hochbrück so mit sich bringt. Es wäre die erste EM bei den Erwachsenen für mich und gleichzeitig auch noch eine Heim-EM. Das Gastgeber-Land zu vertreten, macht einen gleich nochmal stolzer. Ich werde also auf jeden Fall alles geben, um mich ins EM-Team zu schießen.“

So ein Heim-Weltcup ist etwas Tolles!

Natascha Hiltrop zum ersten Para-Weltcup auf deutschem Boden

Erster Para-Weltcup in DSB-Historie
Nur wenig später richtet der DSB – ebenfalls eine Premiere in der DSB-Geschichte – einen Para-Weltcup im Sportschießen aus. Dieser wird komplett auf der Olympia-Schießanlage in Garching ausgetragen und sieht dann hoffentlich alle paralympischen Stars. Vorneweg natürlich Natascha Hiltrop, Gold- und Silbermedaillengewinnerin sowie deutsche Fahnenträgerin bei der Abschlussfeier in Tokio, aber auch die anderen deutschen Paralympics-Teilnehmer wie Tim Focken, Moritz Möbius oder Tobias Meyer. Hiltrop freut sich bereits jetzt auf den Sommer: „Die beiden wichtigsten Wettkämpfe im nächsten Jahr sind der Weltcup in Châteauroux/FRA im Juni und die Weltmeisterschaft im Herbst in Al Ain/UAE, bei denen die ersten Quotenplätze für Paris 2024 vergeben werden. Neben diesen beiden Wettkämpfen ist natürlich auch eine Teilnahme an dem Heim-Weltcup in München geplant. So ein Heim-Weltcup ist etwas Tolles. Die Anreise ist nicht so anstrengend und lang und man ist in gewohnter Umgebung. Ich bin zuversichtlich, dass das DSB-Team hier etwas Gutes auf die Beine stellen wird. Noch schöner wäre es, wenn Corona erlauben würde, dass im nächsten Jahr auch Freunde und Verwandte zum Zuschauen kommen könnten, um vor Ort die Daumen zu drücken, wie damals 2014 bei der Heim-WM in Suhl.“