Olympische Spiele

Tokio 2020NE: Zwei Athletinnen mit Finalchancen

28.07.2021 14:23

Darauf hat Monika Karsch seit Beginn der Spiele in Tokio hingefiebert, darauf freut sich Doreen Vennekamp: Am 29. Juli beginnt der Sportpistolen-Wettkampf mit dem Präzisionsteil. Am 30. Juli folgt der Duellteil und das Finale, und beide DSB-Starterinnen rechnen sich gute Chancen aus, dabei zu sein.

Foto: DSB / Will sich in Tokio gewohnt zielsicher präsentieren: Monika Karsch.
Foto: DSB / Will sich in Tokio gewohnt zielsicher präsentieren: Monika Karsch.

Karsch hatte den Luftpistolen-Wettkampf mitgenommen, um Olympia-Luft zu schnuppern und die Anlange kennenzulernen. Vennekamp war erst am 21. Juli nach Tokio geflogen.

Insgesamt starten 44 Athletinnen aus 30 Nationen in dem Wettkampf, und nach den Leistungen in den vergangenen Monaten, aber auch den Wettkämpfen der vergangenen Jahre müssen Karsch und Vennekamp zum Favoritenkreis gerechnet werden. In der Weltrangliste für Tokio 2020 stehen sie als Sechste (Vennekamp) bzw. Achte (Karsch) unter den Top Ten.

Und auch die Leistungen der vergangenen Monate und Wochen lassen hoffen: Zwar missriet die Generalprobe beim Weltcup in Osijek, als sowohl Vennekamp als auch Karsch das Finale der besten acht Schützinnen verfehlten. Doch zuvor hatte Karsch EM-Silber gewonnen und das Team (Karsch, Vennekamp und Carina Wimmer) souverän den EM-Titel geholt. Und die Leistungen im Training stimmten auch.

Foto: DSB / Für Deutschland das erste Mal bei Olympischen Spielen am Start: Doreen Vennekamp.
Foto: DSB / Für Deutschland das erste Mal bei Olympischen Spielen am Start: Doreen Vennekamp.

Ich freue ich, dass es endlich losgeht und bin gut drauf!

Monika Karsch freut sich auf den Sportpistolen-Wettkampf in Tokio

Nun geht es darum, diese unter höchstmöglichem Druck bei Olympischen Spielen abzurufen. Für Vennekamp ist es die Olympia-Premiere, Karsch zielt nach Rio-Silber auf ihre zweite Olympia-Medaille. Dabei versprüht die 39-jährige Regensburgerin Optimismus: „Ich fühle mich richtig gut und kann meine Leistung umsetzen. Ich freue ich, dass es endlich losgeht und bin gut drauf!“ Und auch Vennekamp strahlt Selbstvertrauen aus: „Ich freue mich. Die Halle ist der absolute Wahnsinn. Ich habe schon auf vielen Anlagen und Orten geschossen, aber der Stand ist schon besonders.“

Bislang konnten die Schützen in einigen Trainingseinheiten die Anlage kennenlernen, am 28. Juli stand noch das PET, das Pre-Event-Training, auf dem Programm. „Da versuchen wir, die Leistung im Wettkampfmodus umzusetzen“, erklärt Karsch. Quasi der letzte Härtetest, bevor es am 29. Juli ernst wird.

Wir haben Bock auf den Wettkampf und ich freue mich, mich nach dem Wettkampf Olympioniken nennen zu dürfen!

Doreen Vennekamp mit Blick vor und nach dem Wettkampf

Und Vennekamp sagt: „Wir haben Bock auf den Wettkampf und ich freue mich, mich nach dem Wettkampf Olympioniken nennen zu dürfen.“ Ob sie weiß, dass im ursprünglichen Sinn das Wort für einen „Sieger bei Olympischen Spielen“ steht?

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