Bundesliga
Bundesliga Luftpistole: Die acht Finalisten stehen fest
Jubel auf der einen, Enttäuschung auf der anderen Seite! Das letzte Vorrunden-Wochenende der Bundesliga Luftpistole brachte die ganze Bandbreite an Emotionen. Die Teams vom SV Kelheim-Gmünd, ESV Weil am Rhein, SV Waldkirch, KKS Hambrücken, SV 1935 Kriftel, Sp.Sch.Pier 2000, SV Falke Dasbach und PSV Olympia Berlin jubelten über den Einzug in das Bundesligafinale in Rotenburg an der Fulda (7./8. Februar), die SSG Teutoburger Wald und der TSV Ötlingen steigen ab.

Norden: Dramatik im Abstiegskampf
Zum wiederholten Mal sicherte sich Kriftel die Nordmeisterschaft. Doch nicht nur das: Zum wiederholten Mal blieb das Team um Christian Reitz in der Vorrunde ungeschlagen. Dabei gaben die Hessen sowohl im Spitzenduell mit Dasbach als auch mit Schlusslicht Teutoburger Wald keinen einzigen Einzelpunkt ab. Da Dasbach auch das Duell mit Pier (2:3) verlor, zogen die Rheinländer am Gegner noch auf Platz zwei vorbei. Der vierte Finalteilnehmer kommt aus der Hauptstadt und ist für viele Experten die positive Überraschung der Saison: Die junge Mannschaft des PSV Olympia Berlin zeigte sich angriffslustig und konstant und zog mit zwei weiteren guten Leistungen (5:0 gegen Fahrdorf und 4:1 gegen Wathlingen) mit 16:6-Zählern in das Bundesligafinale ein: „Überrascht über unsere Vorrunde sind wir im Team nicht, denn so selbstkritisch sind wir schon, dass wir sagen, dass die Vorrunde sogar noch etwas besser hätte laufen können. Kriftel waren wir ganz dicht auf den Fersen, und es hat ganz knapp nicht gereicht, und das dritte Wettkampfwochenende haben wir total in den Sand gesetzt“, fasst Michelle Skeries die Vorrunde aus ihrer Sicht zusammen und blickt dem Höhepunkt freudig entgegen: „Wir freuen uns im Finale zu stehen. Wir haben ein junges Team, welches dort seine Erfahrungen sammeln kann, denn einige haben noch nie ein Bundesligafinale geschossen. Es wird eine besondere Erfahrung. Im Finale ist wieder alles offen und möglich.“
Im Tabellenkeller war vor den letzten zwei Begegnungen auch alles möglich: Gleich sechs Teams drohte der direkte Abstieg oder der Gang in die Relegation. Der Vorletzte Fahrdorf siegte 3:2 gegen Bassum und Fahrdorfs Stefan Vollertsen schildert die Dramatik des entscheidenden Duells zwischen Leegmoor und Lindwedel: „Wir wussten natürlich, dass Leegmoor mit 4:1 gegen Lindwedel gewinnen muss, damit wir an Lindwedel durch den direkten Vergleich vorbeiziehen können. Dass das durch ein Stechen tatsächlich passierte, löste dann Jubel bei uns und unseren Anhängern aus. Nun musste nur noch Kriftel gegen Teutoburger Wald seiner Favoritenrolle gerecht werden, um den direkten Klassenerhalt zu erreichen. Das haben wir dann im Liveticker verfolgt, und nach den anfänglichen Schwierigkeiten bei Kriftel haben wir dann den direkten Klassenerhalt realisiert und konnten erleichtert die Rückreise antreten.“ Lindwedel muss dagegen - wegen des verlorenen Stechens von Hendrik Krüger vs. Michael Broers (8:9) - erneut den Gang in die Relegation antreten, da bei Gleichheit bei Mannschafts- (6:16) und Einzelpunkten (19:36) der direkte Vergleich (3:2) für Fahrdorf sprach.
Süden: Hambrücken mit starkem Endspurt ins Finale
In der Südstaffel ging es sowohl „oben“ als auch „unten“ spannend zu. Die beiden Top-Favoriten, der SV Kelheim-Gmünd und der ESV Weil am Rhein, sicherten sich die Spitzenplätze. Vizemeister Kelheim-Gmünd holte sich mit 18:4-Punkten die Südmeisterschaft, Titelverteidiger Weil am Rhein landete auf Platz zwei: „Das Wochenende hatte für uns viel Spannung zu bieten. Am Samstag gegen Waldenburg mussten wir eine 2:3-Niederlage hinnehmen. Dafür haben wir am Sonntag gegen Ludwigsburg den „Kampfhamster“ ausgepackt und 5:0 gewonnen“, schildert Nathalie Schelken die Begegnungen. Die routinierte Schützin hatte nach der Saison 2023/24 aus persönlichen Gründen eine Pause eingelegt und ist nun wieder mit von der Partie: „Wir haben einen tollen Team-Spirit und halten zusammen. Das pusht und stärkt ungemein. Das Team ist etwas Besonderes, ich bin stolz und dankbar, wieder ein Teil davon zu sein.“

Die KKS Hambrücken qualifizierten sich einem starken und notwendigen Endspurt für das Bundesligafinale: „Wir sind in das Wochenende reingegangen mit dem Wissen, dass wir zwei Siege brauchen werden und dass unsere Gegner ein wenig mitspielen müssen, doch das hat uns absolut nicht abgeschreckt“, so Schützin Celina Becker. Und der Start gelang prächtig, Gastgeber Ludwigsburg wurde mit der Wochenend-Bestleistung von 1898 Ringen 5:0 abserviert (Becker: „Wir haben mit unserer Teamleistung bewiesen, dass wir in wichtigen Momenten alles abrufen können, um zu gewinnen.“), gegen Schlusslicht Ötlingen reichte ein 3:2, weil zuvor Waldenburg dramatisch (zwei Stechen gingen 9:10 verloren) 2:3 gegen Kempten unterlag. „Unsere Vorrunde war im Vergleich zum letzten Jahr ergebnistechnisch deutlich stabiler. Wir sind stolz darauf, so stark dazustehen und freuen uns auf das Finale im Februar. Wir stellen an uns selbst keine Erwartungen, was Platzierungen angeht. Wir wollen primär unser Bestes geben und die Bundesligafinal-Atmosphäre genießen.“
Vorjahres-Südmeister Fürth ging als Vorletzter in das Wochenende und kehrte als einer der großen Gewinner zurück: Die Duelle gegen Hitzhofen-Oberzell (4:1) und München (3:2) wurden gewonnen, und so entging der Traditionsverein dem direkten Abstieg und der Relegation. In letztere muss nun die HSG München, die zweimal (Scheuring und Fürth) mit 2:3 unterlag. Vor allem das Duell gegen Fürth endete bitter, denn in dem Stechen zwischen Dominikus Lindner (München) und Martin Raabe (Fürth) ging es um den direkten Klassenerhalt oder die Relegation. „Dort hat man dann gemerkt, was für ein wahnsinniger Druck auf den Münchnern lag“, beschreibt Michael Steiger von Hitzhofen-Oberzell den letzten Schuss, der seinem Team letztlich den Klassenerhalt brachte. Denn Lindner schoss nur eine Vier und unterlag somit Raabe (8).
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