Bundesliga

Bundesliga Luftpistole: Wer jubelt, wer ist frustriert?

02.01.2026 09:31

Am 3./4. Januar 2026 endet die kurze Pause für die Vereine der Bundesliga Luftpistole bereits wieder. Denn dann steigt das mit Spannung erwartete letzte Vorrunden-Wochenende in Wathlingen, Kriftel (Norden), Scheuring und Ludwigsburg (Süden). Spannung herrscht deshalb, weil noch zahlreiche Entscheidungen um die Finalteilnahme und um den Abstieg anstehen.

Foto: Edelweiß Scheuring / Das Team ist der Star und Zusammenhalt wird großgeschrieben bei der SG Edelweiß Scheuring.
Foto: Edelweiß Scheuring / Das Team ist der Star und Zusammenhalt wird großgeschrieben bei der SG Edelweiß Scheuring.

Norden: Die halbe Liga kämpft gegen den Abstieg
Im Norden ist „oben“ in der Tabelle alles klar. Kriftel (18:0), Dasbach (16:2) und Pier (14:4) haben ihren Platz im Bundesligafinale in Rotenburg an der Fulda (7./8. Februar) sicher, das viertplatzierte Berlin (12:6) so gut wie. Deshalb fällt das Fazit von Kriftels Trainer Detlef Glenz auch sehr positiv aus: „Wir hatten zu Beginn der Saison einige Personal-Probleme, aber das ging ja einigen anderen Mannschaften ebenso. Umso mehr hat es mich gefreut, die Saison bis jetzt erneut ohne Niederlage zu bestehen.“ Doch der Nord-Titel ist noch nicht gesichert, kann aber gegen die aus Glenz Sicht Überraschung der Saison („Sehr positiv überrascht hat Falke Dasbach mit einer gesicherten Final-Teilnahme!“) abermals eingetütet werden: „Gegen zwei weitere Siege meiner Mannschaft hätte ich auch nichts einzuwenden! Und das Lokalderby Kriftel gegen Dasbach wird das Highlight des Wochenendes.“

„Unsere bisherige Bilanz ist zufriedenstellend!“ Sagt Erhard Oehns, Trainer von Freischütz Wathlingen. Mit 8:10-Zählern rangiert das Team auf Rang fünf, Oehns hatte sich mehr erhofft: „Das ursprüngliche Ziel, das Finale zu erreichen, konnten wir leider nicht umsetzen. Durch verschiedene Faktoren, hauptsächlich aber Krankheitsgründe der einzelnen Mannschaftsmitglieder, konnten wir kaum einmal in der bestmöglichen Besetzung antreten. Ebenso war es kein Vorteil, dass unser Topschütze Kristian Callaghan, nachdem er im letzten Jahr keine Wettkämpfe bestritten hat, auf der Position fünf beginnen musste.“ Das Ziel sei nun, den Heimwettkampf mit zwei Siegen gegen Lindwedel und Berlin und somit die Saison mit einem positiven Punktestand zu beenden. Doch vor allem gegen Berlin dürfte das nicht leichtfallen, wie Oehns anerkennend lobt: „Die größte Überraschung ist eindeutig das Team aus Berlin, mit den starken jungen Schützen sind sie auch im Finale gut aufgestellt.“

Während „oben“ alles klar ist, kämpft die halbe Liga gegen den Abstieg: Den Siebten Raesfeld und Tabellen-Zwölften Teutoburger Wald treffen zwei Mannschaftspunkte, am Wochenende kommt es zu zahlreichen direkten Duellen der abstiegsgefährdeten Teams wie SV Bassum (6:12) vs. SV Schirumer Leegmoor (6:12), Spsch Raesfeld (6:12) vs. SSG Teutoburger Wald (4:14), SV Bassum vs. SSV Fahrdorf (4:14) und SV Schirumer Leegmoor vs. SV Lindwedel (6:12).

Foto: Freischütz Wathlingen / Auch wenn das Bundesligafinale das Ziel war und mit großer Sicherheit verpasst wird, ist die Stimmung bei Freischütz Wathlingen hervorragend.
Foto: Freischütz Wathlingen / Auch wenn das Bundesligafinale das Ziel war und mit großer Sicherheit verpasst wird, ist die Stimmung bei Freischütz Wathlingen hervorragend.

Süden: Sieben Teams kämpfen um vier Finalplätze
Ein ganz anderes Bild gibt es im Süden: Gleich sieben (!) Teams weisen ein positives Punktekonto auf und können sich demnach Hoffnung auf einen der vier Finalplätze machen. Die besten Aussichten hat das Trio Kelheim-Gmünd, Weil am Rhein und Waldkirch (alle 14:4), dahinter folgt ein Quartett mit 10:8-Zählern. Gastgeber SGi Ludwigsburg ist eines dieser vier Teams und könnte sich mit zwei Siegen noch auf einen der begehrten vier Plätze vorschieben. Doch das Programm mit den Gegnern Hambrücken und Weil ist hammerhart: „Unsere Gegner beim Heimwettkampf werden uns alles abverlangen, und wir werden alles geben, um zu gewinnen“, sagt die Mannschaftsverantwortliche Kathrin Hochmuth. Sie fasst die bisherige Saison folgendermaßen zusammen und spricht dabei voraussichtlich vielen anderen Teams aus der Seele: „Die Ludwigsburger sind bisher zufrieden mit der Saison. Es gab überraschende Siege und vermeidbare Niederlagen - unterm Strich läuft die Saison aber gut für uns. So wie uns geht es aber auch einigen anderen Teams. Die Tabelle zeigt den zum Teil unvorhersehbaren Saisonverlauf. Es bleibt in jedem Fall spannend bis zum letzten Schuss der Vorrunde.“

Dies gilt mit Sicherheit auch in Scheuring, dem zweiten Ort des südlichen Wettkampfgeschehens. Gastgeber Edelweiß Scheuring absolviert dabei mit 8:10-Punkten auf Rang acht liegend eine sehr solide Saison: „Die bisherige Bilanz fällt sehr erfreulich aus, da wir uns als Mannschaft weiter in der 1. Bundesliga festigen und auch gegen die Top-Mannschaften beachtenswerte Ergebnisse erzielen konnten. In der Tabelle haben wir vor dem letzten Wochenende wieder einen Platz im Mittelfeld eingenommen und konnten von den Abstiegsplätzen von Saisonbeginn an genügend Distanz aufbauen“, meint Co-Trainer Oliver Balg. Dabei gehen die Scheuringer einen eigenen Weg, der sich auszahlt: „Bisher ist es uns gut gelungen, mit nur geringfügigen Veränderungen im Team und ohne Superstars uns weiter zu verbessern. Es braucht sicher ein paar Jahre in der Liga, um sich mit dem Druck am Schießstand zu arrangieren. Auch die geplante Verjüngung im Team konnten wir nun vollständig abschließen. Unser Ziel ist, dass wir eine Mannschaft an den Stand bringen, mit der sich der Verein und unser Schützennachwuchs identifizieren können.“ Und manchmal benötigt es auch ungewöhnliche Aktionen, um wieder in die Erfolgsspur zu finden, wie Balg amüsiert erzählt: „Nach der 0:5-Klatsche gegen Kempten entschlossen sich die männlichen Teile der Mannschaft mit einer "Movember Aktion" sich spätnachts in einer Videosession gemeinsam die Bärte zu einem Schnurrbart zu rasieren. Die Gemeinschaftsaktion zeigte am nächsten Tag gegen Hambrücken mit einem 3:2 seine positive Wirkung, die bis heute nachwirkt.“ Ein Sieg fehlt den Scheuringern theoretisch noch zum sicheren Klassenerhalt, andere Teams benötigen definitiv noch Punkte: So beispielsweise der letztjährige Südmeister SSG RWS Fürth, der mit 4:14-Punkten aktuell den Relegationsplatz belegt, es aber in den direkten Duellen mit Hitzhofen-Oberzell und München (beide 6:12) selbst in der Hand hat, der Relegation zu entgehen.

Die Ansetzungen am 6. Wettkampfwochenende der Bundesliga Luftpistole

Nord: 3. Januar in Kriftel und Wathlingen
15.00 Uhr: SV Niedererbach - Sp.Sch. Pier2000 & SV Bassum - SV Schirumer Leegmoor
16.30 Uhr: Spsch Raesfeld - SSG Teutoburger Wald & SSV Fahrdorf - PSV Olympia Berlin
18.00 Uhr: SV 1935 Kriftel - SV Falke Dasbach & Freischütz Wathlingen - SV Lindwedel

Nord: 4. Januar in Kriftel und Wathlingen
10.00 Uhr: SV Niedererbach - Spsch Raesfeld & SV Bassum - SSV Fahrdorf
11.30 Uhr: SV Falke Dasbach - Sp.Sch. Pier2000 & SV Schirumer Leegmoor - SV Lindwedel
13.00 Uhr: SV 1935 Kriftel - SSG Teutoburger Wald & Freischütz Wathlingen - PSV Olympia Berlin

Süd: 3. Januar in Scheuring und Ludwigsburg
15.00 Uhr: SV Hitzhofen-Oberzell - SSG RWS Fürth & TSV Ötlingen - FSG Kempten
16.30 Uhr: SV Kelheim-Gmünd - SV Waldkirch & SGi Waldenburg - ESV Weil am Rhein
18.00 Uhr: SG Edelweiß Scheuring - HSG München - & SGi Ludwigsburg - KKS Hambrücken

Süd: 4. Januar in Scheuring und Ludwigsburg
10.00 Uhr: SV Hitzhofen-Oberzell - SV Waldkirch & FSG Kempten - SGi Waldenburg
11.30 Uhr: HSG München - SSG RWS Fürth & TSV Ötlingen - KKS Hambrücken
13.00 Uhr: SG Edelweiß Scheuring - SV Kelheim-Gmünd & SGi Ludwigsburg - ESV Weil am Rhein

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